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Wo taucht der Zweitname auf

 
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Janka
Gast





BeitragVerfasst am: 04.08.2010 12:07    Titel: Wo taucht der Zweitname auf

Hallo zusammen,

ich bin nur mit einem Namen aufgewachsen und daher die Frage, wo genau kommt der Zweitname zum Einsatz.

Im Pass stehen logischerweise bei Namen din.

Ist es aber automatisch so, dass man bei alle halb offiziellen Geschichten / Anmeldung an der Uni, Buchung des Flugzeugs u.s.w immer beide Namen angeben muss oder geht nur einer?

Kann sich der Mensch selber entscheiden und auch umentscheiden welcher Name der offizielle Rufname ist?
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Sabostef



Anmeldungsdatum: 18.04.2009
Beiträge: 3087
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: 04.08.2010 15:33    Titel: Re: Wo taucht der Zweitname auf

Ich habe zwei Vornamen und bei mir ist sogar der ZN der Rufname (hatte aber nie Probleme damit), also versuche ich deine Fragen zu beantworten.

Janka hat Folgendes geschrieben:
Im Pass stehen logischerweise bei Namen drin.


Stimmt, in wichtigen persönlichen Dokumenten wie Personalausweis, Reisepass, Geburts- und Heiratsurkunde, später auch im Totenschein stehen immer alle Vornamen drin.

In anderen Dokumenten steht oft nur der Rufname, z. B. ist das bei mir bei meinem ENA (Europäischer Notfall-Ausweis), meinem Studentenausweis, meiner Versichertenkarte und meiner Kontokarte so.


Janka hat Folgendes geschrieben:
Ist es aber automatisch so, dass man bei alle halb offiziellen Geschichten / Anmeldung an der Uni, Buchung des Flugzeugs u.s.w immer beide Namen angeben muss oder geht nur einer?


Das letzte mal geflogen bin ich mit meiner Familie als ich 17 war (ist also schon 6 Jahre her) und damals habe ich nicht darauf geachtet.

Für meine Uni-Einschreibung musste ich alle meine Vornamen angeben und meinen Rufnamen besonders kennzeichen. Aber wie schon geschrieben steht auf meinem Studentenausweis nur mein Rufname.

Bei halboffiziellen Geschichten kann es sein, dass man alle Vornamen angeben muss, aber es kann auch sein, dass der Vorname genügt.


Janka hat Folgendes geschrieben:
Kann sich der Mensch selber entscheiden und auch umentscheiden welcher Name der offizielle Rufname ist?


In Deutschland seit einigen Jahren ja.

Es war früher so, dass die Eltern den Rufnamen bestimmt haben und dieser besonders gekennzeichnet wurde. Den Rufname konnte die betreffende Person zwar wechseln, musste dies aber dem zuständigen Amt melden.

Mittlerweile ist es aber so, dass der deutsche Staat alle Vornamen als gleichwertig ansieht und es somit egal ist, welcher Name der Rufname ist. Deswegen können Personen, die zwei oder mehr Vornamen haben heute ihren Rufnamen ohne Behördengang oder sonstige Probleme wechseln.


Ich hoffe, dir weiter geholfen zu haben.


Lg, Steffi
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TERRY



Anmeldungsdatum: 13.08.2010
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 16.08.2010 08:24    Titel:

...kann man den Zweitnamen als Rufnamen (somit als Doppelnamen) auch zusätzlich mit aufnehmen (z.B. Anna Sophia ......) oder kann man nur ersetzen? Danke für die Hilfe! Viele Grüße TERRY
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RatzenKatze



Anmeldungsdatum: 18.12.2009
Beiträge: 3025

BeitragVerfasst am: 16.08.2010 10:34    Titel:

Das kann mal halten wie man will, weil es die Behörden nicht interessiert, wie dich deine Freunde nennen Very Happy
Ich hab zB bei der Uni-Einschreibung beide Namen angegeben und werde deshalb auf allen Listen, Studentenausweisen usw mit EN und ZN aufgeführt, das find ich irgendwie auch mal ganz nett.
Bloß einen Bindestrich darfst du nicht dazwischen machen, is ja klar.
Also wenn du immer überall beide Namen angibst, wirst du auch so geführt und angeschrieben.
_________________
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Julian



Anmeldungsdatum: 14.11.2008
Beiträge: 15
Wohnort: Witten

BeitragVerfasst am: 20.08.2010 16:57    Titel: Re: Wo taucht der Zweitname auf

Sabostef hat Folgendes geschrieben:

Mittlerweile ist es aber so, dass der deutsche Staat alle Vornamen als gleichwertig ansieht und es somit egal ist, welcher Name der Rufname ist. Deswegen können Personen, die zwei oder mehr Vornamen haben heute ihren Rufnamen ohne Behördengang oder sonstige Probleme wechseln.


Aus diesem Grund würde ich einem Kind immer mehrere Vornamen geben. Sollte dem Namensträger später der Rufname nicht gefallen, kann er immer noch auf einen/den anderen wechseln ...
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peppina



Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 1220

BeitragVerfasst am: 20.08.2010 17:26    Titel:

...naja, wer macht das schon wirklich...?
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Angelique
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2008
Beiträge: 1785

BeitragVerfasst am: 20.08.2010 18:06    Titel:

Ich kenne da nur sehr wenige mit einem Zweitnamen.

Mir scheint auch so, als hat man das früher mal machen müssen von wegen Taufpaten (mein Opa hat mehrere Vornamen, alles seine Taufpaten und Verwandten)und dann ist es eben aus der Mode gekommen/war nicht mehr nötig (Meine Mutter und Onkel sowie meine Cousine die in den 60ern geboren worden ist und meine Brüder die in den 70ern geboren wurden sowie meine Genration - alle haben nur einen Vornamen!)und jetzt so in den 2000ern ist es wieder in Mode gekommen. Meine Freunde/Bekannte die einen ZN haben kann ich vielleicht an einer Hand abzählen und in diesen Fällen haben die ihren ZN auch immer unter den Tisch fallen lassen und nie erwähnt und man hat es dann erst auf Aufweisen/Dokumenten gesehen und in allen diesen Fällen empfanden betreffende Personen ihren Namen als unnötiges Anhängsel oder haben sich sogar dafür geschämt.
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peppina



Anmeldungsdatum: 10.01.2009
Beiträge: 1220

BeitragVerfasst am: 20.08.2010 18:18    Titel:

also, ich finde, man kann ruhig mehr als einen namen vergeben, weil es einem ja doch eher das gefühl von individualität vermittelt. aber man sollte sich keine illusionen machen und glauben, dass das kind als erwachsener noch umsatteln kann auf einen zweit- oder drittnamen. es ist auch für erwachsene sehr schwer überhaupt ihren kose- oder spitznamen aus der kindheit oder pubertät loszuwerden, da ist es wohl noch schwerer sich gegen seinen rufnamen durchzusetzen, weil die meisten nahestehenden das als seltsam empfinden werden. wenn man da nicht eine extrem gute begründung hat, wie zum beispiel ein trauma durch jahrelangen missbrauch oder ähnliches kann man das sicherlich nicht besonders gut durchboxen, sondern wird höchstens milde belächelt.

ganz sinnlos sind zweitnamen also nicht. auch eltern, die sich nicht einig werden können, können sich so immerhin ein schach-matt leisten -ohne, dass es peinlich wirkt. ich kenne auch viele mit zweit- und drittnamen und finde das nicht lächerlich. viele von meinen bekannten stehen auch dazu und sind eher stolz darauf.
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Julian



Anmeldungsdatum: 14.11.2008
Beiträge: 15
Wohnort: Witten

BeitragVerfasst am: 22.08.2010 10:07    Titel:

Angelique hat Folgendes geschrieben:
Ich kenne da nur sehr wenige mit einem Zweitnamen.

Mir scheint auch so, als hat man das früher mal machen müssen von wegen Taufpaten (mein Opa hat mehrere Vornamen, alles seine Taufpaten und Verwandten)und dann ist es eben aus der Mode gekommen/war nicht mehr nötig (Meine Mutter und Onkel sowie meine Cousine die in den 60ern geboren worden ist und meine Brüder die in den 70ern geboren wurden sowie meine Genration - alle haben nur einen Vornamen!)und jetzt so in den 2000ern ist es wieder in Mode gekommen. Meine Freunde/Bekannte die einen ZN haben kann ich vielleicht an einer Hand abzählen und in diesen Fällen haben die ihren ZN auch immer unter den Tisch fallen lassen und nie erwähnt und man hat es dann erst auf Aufweisen/Dokumenten gesehen und in allen diesen Fällen empfanden betreffende Personen ihren Namen als unnötiges Anhängsel oder haben sich sogar dafür geschämt.


Merkwürdig, aber bei mir ist das genau umgekehrt. In meiner Familie bzw. Verwandtschaft haben fast alle zwei Vornamen, egal ob in den 50ern, 60ern, 70ern, 80ern oder 90ern geboren. Und klein ist meine Verwandtschaft nicht gerade. Einzel-Vornamen sind die Ausnahme.

Dass es einigen Menschen peinlich ist, wenn ihr zweiter Vorname bekannt wird, dürfte ganz einfach damit zusammenhängen, dass ein Vorname etwas sehr Persönliches ist. Und wenn sehr persönliche Dinge ans Licht kommen, ist es fast jedem für den Moment unangenehm.
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AlexA



Anmeldungsdatum: 17.08.2010
Beiträge: 16
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29.08.2010 09:26    Titel:

Muss mich Julian anschließen. Ich beschäftige mich sogar ein wenig mit Familienforschung und daher kann ich sagen, dass in allen Zweigen meiner Familie über Jahrhunderte immer ein ZN vergeben wurde, meist nach einem Paten oder Vorfahren, und das ist bis heute so. Nur mein Mann hat keinen. Wink Meine Kinder haben oder bekommen daher auch alle einen ZN. Ich habe mich dabei für die Namen von lieben verstorbenen Verwandten entschieden, erstens weil meine Kinder mehr als einen Paten haben und ich es da ungerecht finde, einen hervorzuheben und zweitens gefallen mir die meisten Namen meiner Generation ohnehin nicht so. Ich finde es besonders schön, wenn der ZN somit auch eine kleine Geschichte hat und ich meinen Kindern erzählen kann, was für eine Person das war, nach der sie benannt wurden und warum. Nur zwei schöne, zueineander passende Vornamen auszuwählen, geht natürlich auch, empfinde ich persönlich aber als etwas willkürlich.
LG, AlexA
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