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Zur Geburt wäre auch ein Anhänger aus Silber mit dem Namen ihres Kindes eine tolle Idee.
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Marisol

Anmeldungsdatum: 10.10.2009 Beiträge: 1671
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Verfasst am: 29.09.2011 19:17 Titel: |
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Ich muss ehrlich sagen, ich kam mir im Ethikunterricht auch immer in einem Auffangbecken für Atheisten vor.
Dabei hat es mir trotz schlechtem Lehrer wirklich Spaß gemacht und das ist auch eines der wenigen Fächer, bei denen ich das Gefühl habe, dass ich davon wirklich etwas mitgenommen habe.
Ich bin aus dem Religionsunterricht gegangen, weil ich mich dort nicht so mit Religion beschäftigen konnte, wie ich es wollte. Gut, ich bin ein sehr kritischer Mensch und bestimmt eher rational als emotional. Aber ich hätte einfach gerne einen Religionslehrer gehabt, der kritische Fragen von 16-jährigen nicht als Angriff seiner Persönlichkeit versteht, sondern als Aufforderung, Jugendlichen seinen persönlichen Glauben zu erklären. Ich hätte einfach gerne ein paar Argumente für den Glauben gehört und dafür, wo für einen Gläubigen die Grenzen sind/sein können.
Ich bin immernoch Atheist, ich möchte nicht sagen, dass ich Gott keine Chance gebe, aber bisher fühlt es sich für mich einfach richtig an. In der Schule konnte ich mich aber nie so richtig mit der Position Glaube beschäftgen. Statt in Bibelseiten zu blättern habe ich dann wirklich lieber mich mit Philosophie beschäftigt.
Ich bin immernoch der Meinung, dass ein gemeinsamer Ethikunterricht eine gute Lösung ist, in dem auch verschiedene Religionen ein großes Thema ist.
Ich bin katholisch getauft, bin mir aber sehr sicher, dass ich diesen "Verein" bald verlassen werde. Meine Eltern sind beide, ich sage mal "Gewohnheitskatholiken", wurden eben so getauft, sie sind auch gläubig - aber stimmen der kath. Kirche in vielen Positionen nicht zu. An ihrer Stelle wäre ich sofort zum Protestantismus konvertiert, aber ich glaube, dass ist auch eine gewisse "Faulheitssache".
Wenn ich evangelisch wäre, würde ich eventuell auch in der Kirche bleiben, obwohl ich nicht glaube, die Steuern werden ja auch für sinnvolle Dinge wie Kindergärten und Jugendgruppen verwendet. Aber für irgendwelche vergoldeten Marienstatuen möchte ich (unter anderem) ehrlichgesagt nicht mitfinanzieren.
Ich bin für nicht taufen - und trotzdem seine Sicht der Dinge vermitteln, und wenn in die Kirche gehen oder beten dazugehört, dann soll das Kind das ruhig kennenlernen. |
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palbra

Anmeldungsdatum: 04.02.2009 Beiträge: 1718 Wohnort: ausserhalb Dt
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Verfasst am: 04.10.2011 20:47 Titel: |
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Ui ui ui, sehr spannend, was ihr geschrieben habt.
Thea hat seit der 3ten Klasse auch Ethik, anstelle von Religion. Zur Zeit ist das Thema Männer-Frauen, gibt es unterschiede, wenn ja welche? etc. Der Lehrer stellte letzte Wo den Kindern verschiedene Fragen (zum Beispiel: Wer kann besser kochen, Männer oder Frauen, wer ist stärker.....) Bei der Frage: Wer kann besser Auto fahren haben von 20 SchülerInnen 16 gesagt, das können Männer und Frauen gleich gut, 3 haben gesagt Männer besser und 1 die Frau besser, ratet mal wer? egal....ich finde den Unterricht sehr gut und bin froh, dass es nicht so wie bei mir war!!!!
Im Tessin der 80er Jahre hatten wir Religion als Schulfach, da fast alle Katholisch waren ging ich auch in den kath Unterricht, obwohl ich bis 9 nicht getauft war, aber schon mit 6 angefangen hatte, Messdienerin zu sein. Wurde dann (aus Gruppenzwang -aus heutiger Sicht) mit 9 getauft und gleich anschliessend die erste Kommunion gemacht. Mit 12 bin ich aus der kath Kirche getreten (meine Mutter erst letztes Jahr!!!!)Ab dann habe ich bei den Reformierten (Protestanten) vorbeigeschaut, bei dieversen Sekten (waren viele unserer Nachbarn (Jean Michel - Haare Krischna)und so kam es nat. auch, dass ich Religionsethnologie studiert habe
Religiös bin ich nicht mehr - ich betrachte Religion als historisches Ereigniss, oder Ereignisse, und vermittle es so auch meinen Kindern. Gott kommt in unserem täglichen Leben also praktisch nicht vor, nicht destotrotz kennen meine Mädels viele Bibelgeschichten, die wir aus der Kinderbibel lesen und dann "analisieren" schauen was es für uns bedeuten könnte und ob es heute noch so passieren könnte, schauen die "grausamen" Bilder an und fragen uns ob wir es auch so wollen....Wir gehen auch in die Kirche, in erster Linie um das schöne Gebäude zu sehen und den schönen Liedern zu lauschen.
Getauft haben wir alle drei M+adchen katholisch, es wäre mir aber auch irgend eine andere Religion recht gewesen, wichtig war mir einzig und allein die Athmosphäre der Kirche, die Leute, das Beisammen - und fröhlich sein und die Kinder unsren Freunden "vorzustellen", also quasi in die Gesellschaft einzuführen.Das der Pfarrer so ein irre witziger Typ ist hat nat. das Ganze aufgeheitert, so eine ernste Prozedur wäre für mich nicht in Frage gekommen. _________________ blonde Göttin 18.12.2002
blühender Stern 15.12.2005
heitere Sonne 14.10.2010
strahlendes Blümchen 19.4.2012 |
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kusseline
Anmeldungsdatum: 04.01.2009 Beiträge: 847
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Verfasst am: 12.10.2011 08:58 Titel: |
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Ich finde diese Diskussion hier sehr spannend!
Ich bin evangelisch seit jeher, meine Eltern auch, wurde als Baby getauft und auch christlich erzogen. Meine Eltern sind vorallem in letzter Zeit in unserer Kirchengemeinde sehr engagiert. Es war aber nicht so, dass ich als Kind jeden Sonntag im Gottesdienst war, das war eher selten. Habe aber die Kinderstunde, die Christenlehre, die Konfirmantenstunde besucht und mich auch konfirmieren lassen (noch zu Ost-Zeiten, wollte auch keine Jugendweihe und hätte daher nicht studieren dürfen - Gott sei Dank kam genau da die "Wende")
Als Kind und Jungedliche habe ich schon sehr viel von der Kirche für mich und mein Leben bekommen und mitgenommen, vorallem die Gemeinschaft selbst. Heute ist das leider nicht mehr so und ich sehe die Kirche eher als Institution, die zwar ihre Berechtigung in vielen Bereichen hat, für mich aber viel zu sehr organisiert und einengend ist.
Ich glaube an einen Gott, an eine höhere Macht, wie auch immer man die nennen will. Für mich liegt diese MAcht aber vielmehr in den kleinen Dingen des Alltags. Ich finde, PUR bringen das in ihrem Lied "Nie genug" auf den Punkt,falls ihr das kennt.
Mein Mann ist Atteist. Bei unserer Hochzeit hatten wir einen "Gottesdienst mit Eheschließung" - also der einzige Unterschied zu einer kirchlichen Trauung war, dass mein Mann nicht sagen musst "Ja, mit Gottes Hilfe." Ich bin auch immernoch in der Kirche, meine Kinder sind auch getauft (der Jüngste noch nicht, wird aber noch). Für mich war das eher so ein Symbol dafür, dass sie unter Gottes Schutz stehen und die Familie, Bekannte, Verwandte für sie da sind, dass sie in der Gemeinschaft aufgenommen sind. Das würde ich auch wieder so machen.
Ich versuche meinen Kindern schon, christliche Werte beizubringen, wenn man das so nennen will. Aber nicht, weil das in den 10. Geboten steht, sondern einfach nach dem Grundsatz, dass man anderen keine Dinge antut, die man selbst nicht angetan haben möchte. Sie besuchen auch die Kinderangebote unserer Kirche, um mehr über die Religion und besonders die Bibelgeschichten zu erfahren (das gehört für mich zur Allgemeinbildung).
In unserer Grundschule werden auch Ev. oder Kath. Religion oder Ethik wahlweise angeboten. Meine Tochter besucht den Ethik-Unterricht, einfach, weil ich 1. auch für die Trennung von Staat und Kirche bin und Religionsunterricht an Schulen für mich nichts zu suchen hat, 2. weil sie ja schon die Christenlehre und den Bibelentdeckerkurs besucht und 3. weil in Ethik alle Religionen durchgenommen und andere Aspekte des Zusammenlebens erörtert werden - das finde ich so richtig!
Ich bete auch jeden Abend mit meinen Kindern zu Gott, wir danken - weil nicht alles als selbstverständlich hingenommen werden soll - und wir bitten - um den Kindern Sicherheit und das Gefühl vom "Behütet sein" zu geben.
Wenn sie mal größer sind, können sie selber entscheiden, ob sie sich konfirmieren lassen oder nicht, einer anderen Religion oder Glaubensgemeinschaft beitreten, da werde ich und auch mein Mann - der sich da eigentlich sowieso raushält und mir das Thema überlässt - ihnen keine Steine in den Weg legen.
Ich möchte Ihnen quasi nur "Grundlagen" vermitteln, soweit mir das möglich ist. _________________ Die Leuchtende(2002)
Die Strahlende (2006)
Der Beschützer (2009) |
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