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Zur Geburt wäre auch ein Anhänger aus Silber mit dem Namen ihres Kindes eine tolle Idee.
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Verfasst am: 06.09.2011 19:33 Titel: "Lebt der eigentlich noch, dieser Gott?" |
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In meiner letzten Ethikklasse, im 5. Schuljahr, also alle Schüler zwischen 10 und 11 Jahre alt, stellte mir ein Mädchen diese Frage.
Auch wenn ich in der Theorie dank Studium und Unterricht recht fit bin und eigentlich auch weiß, wie ich persönlich das handhaben würde, würden mich eure Meinungen interessieren, vor allem auch zum Thema „unterschiedliche Ansichten der Eltern“...
Wie erklärt ihr eurem Kind, dass man glauben kann oder nicht glauben kann? Ab wann tretet ihr einem Kind gegenüber als „nicht entschieden“ auf? Was würdet ihr tun, wenn ein Elternteil (streng)gläubig ist und der andere Elternteil nicht? Was tun, wenn zwei unterschiedliche Religionen im Elternhaus vorhanden sind?
Erachtet ihr es als negativ, einem Kind eine bestimmt Religion zuzuweisen oder andersrum, ihm nicht die Chance zu geben, in einer Religion Zuflucht zu finden?
Fragen über Fragen, ich hoffe, ihr wisst, in welche Richtung meine Hauptfrage geht
Liebe Grüße! _________________
♥(Paten)Tante (♂ Mai 2011), Tante (♀ Aug 2011), Nanny (♀ Dez 2009 & ♀ Jul 2007), Forumspatentante (♀ Jan 2012)♥ |
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Polly

Anmeldungsdatum: 16.10.2009 Beiträge: 2162 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.09.2011 20:05 Titel: |
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Hui, spannende Frage!
Also bei kleinen Kindern würde ich schon von einem Himmel sprechen z.B., ich denke das beruhigt Kinder auch.
Wenn sie aber älter sind, würde ich wohl schon sagen, dass man keine Beweise hat, man es nicht sicher weiß, ich aber schon glaube, dass mit dem Tod nicht alles zu ende ist und es irgendwie weiter geht, man dort hoffentlich Verstorbene wiedersieht und so.
Wäre ich selbst supergläubig, wäre ich ja total überzeugt von Himmel und so weiter, also würde ich es dann sicher von klein auf meinen Kindern so erzählen, finde ich also auch nicht falsch.
Wenn mein Partner sehr gläubig wäre, würde ich ihn seine Meinung den Kindern erzählen lassen und ich selbst würde meine Meinung weitergeben (bei angemessenem Alter).
Bei Religionsunterschieden würde es darauf ankommen, welche der andere hat, also wäre er zum Beispiel katholisch (bin selbst evangelisch), wäre es für mich nicht so schlimm, wenn die Kinder katholisch sind (ist bei meinem Cousin so gelaufen), ist aber natürlich auch keine unterschiedliche Religion, sondern Konfession. Andererseits find ich den Papst halt sehr fragwürdig, find also eigentlich, derjenige sollte auf unsere Seite kommen, wir haben Kekse und keinen alten Mann mit merkwürdigen Botschaften Judentum könnte ich mir da auch vorstellen.
Muslimisch wären meine Kinder aber ganz sicher nie, mit dem Glauben kann ich nichts anfangen und er ist außerdem in dem Land, in dem wir leben irgendwie ja fremder als mein protestantischer. Ich glaube aber, ich könnte schon mit gar keinem Moslem zusammen sein, da sind die Unterschiede einfach zu groß (befreundet natürlich problemlos). Ich finde es auch immer sehr komisch, wenn deutsche Frauen zum Islam konvertieren, weil das so sein muss, ich kann ja nicht einfach meinen Glauben ändern...
Ich finde es nicht negativ, wenn man seine Religion seinem Kind von klein auf beibringt. Religion ist ja nichts was man einfach zurückhalten kann.
Ich muss sagen, dass ich sogar Zeugen Jehovas verstehen kann, die ihrem Kind Bluttransfusionen verweigern. Wenn die der Meinung sind, ihr Kind kommt dann nicht mit ins ewige Paradies, da ist ein längeres Leben auf Erden natürlich unwichtig gegen. Und klar klingt es für uns irre, aber wie sollen sie in ihrem starken Glauben sich sagen "naja mein Kind darf das selbst entscheiden" wenn sie daran aber gar nicht zweifeln...
Eh so, das erstmal meine Meinung, bin schon gespannt auf eure.
Taufen würde ich vielleicht erst wenn das Kind schon 10 oder so ist, bin mir aber nicht sicher.
lg |
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SarahMargaretha

Anmeldungsdatum: 05.09.2008 Beiträge: 3705
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SarahMargaretha

Anmeldungsdatum: 05.09.2008 Beiträge: 3705
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Verfasst am: 07.09.2011 11:44 Titel: |
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So, und nun eine etwas qualifiziertere Antwort
Auf diesem Gebiet werden wir wohl auch ein paar Probleme bekommen. Mein Freund ist ja durch und durch Realist und ein sehr nüchterner Mensch und hat mit Religion an sich nichts am Hut. Ich bin eher eine "Eso-Tante" und glaube schon an Gott, die Liebe, Engel, Naturgeister, das Prinzip der Vergebung und so weiter und finde das alles eigentlich so tröstlich und auch "kindlich" bzw. kindgerecht, dass ich das in Teilen schon gerne weitergeben möchte.
Ich denke, dass er mir da auch keine Steine in den Weg legen wird, wahrscheinlich überlässt er diese Art von religiöser Erziehung mir.
Einig sind wir uns, dass wir unsere Kinder nicht von vorn herein auf einen vordefinierten Weg schicken wollen, d.h. Taufe ist nicht. Ich selbst werde in einigen Wochen aus der katholischen Kirche austreten. Gewissensgründe. Und ich werde einen Teufel tun und mein Kind "weil man das halt so macht" in einen Verein stecken, den ich für mich selbst nicht mal akzeptabel finde. Sehr überspitzt gesagt muss man in der r.kath. Kirche ja mittlerweile mehr Angst haben, dass den Kindern Schaden zugefügt wird, als dass man von einem Nutzen ausgehen kann.
Ich möchte zusehen, dass ich meinen Kindern Ethik, Werte und Normen beibringe, diese Dinge sind nämlich mMn von einem gesunden Menschenverstand abhängig und nicht von irgendeiner kirchlichen Zugehörigkeit. Ich möchte auch, dass sie viel über die Weltreligionen aber auch Splittergruppen und die verschiedenen Arten zu glauben lernen, von mir und in der Schule. Im kath. Unterricht habe ich davon viel zu wenig mitbekommen, das ist alles so festgefahren.
Ziel ist ja, dass die Kinder irgendwann mündig und von ganzem Herzen selbst entscheiden können, ob und wenn ja welcher Religion sie zugehören wollen.
Viele sehr in der kath. Tradition verfangene Freunde und Bekannte werfen mir vor, dass ich dieses wichtige Thema zu locker sehe und mir, krass gesagt, der Seelenfrieden meines Kindes wohl nicht sehr am Herzen liegt
Aber ich finde man merk schon, dass es mir - ganz im Gegenteil - sehr wichtig ist! Nämlich viel zu wichtig, als dass ich das für einen anderen Menschen entscheiden möchte.
Ich glaube das größte "Problem" an der Sache ist, dass all die schönen und kindgerechten Traditionen in unserem Festkalender so an das Christentum gebunden sind, also werde ich mir wohl oft genug vorwerfen lassen müssen, dass ich mir die Rosinen rauspicke
Aber auf Weihnachten und Co. wird Oskar deswegen sicher nicht verzichten müssen!
LG
Sarah _________________
ღOSKAR Luzianღ
Grüße an meine Forumspatenkinder Samson und Ivo Leonid! |
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Ze-Lynn

Anmeldungsdatum: 27.11.2009 Beiträge: 4854 Wohnort: Australien
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Verfasst am: 07.09.2011 18:01 Titel: |
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Ich bin was Religion anbelangt ein recht "spezieller" Fall; ich bin eigentlich röm. kath. getauft konnte mich aber iwie nie richtig damit identifizieren; meine Eltern sind zwar nicht strenggläubig, haben mir aber schon viel mitgeben wollen, also so Gottesdienste, Feiern, Kommunion,...
Da ich schon recht viel gereist bin und auch viel über andere Religionen live erfahren und lernen konnte was mich iwie schon sehr geprägt hat und ich mir so mit Elementen von versch. Religionen so wie meine eigene kreiiren konnte.
Ich möchte mein Kind auf keinen Fall taufen, aber die Werte die ich doch spannend und für mich richtig finde würde ich auch so weitergeben wollen. Ich würde ihr/ihm das nicht eintrichtern aber halt einfach sagen wie ich das sehe, wenn er/sie alt genug ist würde ich ihr mit so Kinderbüchern auch sagen wollen was es für andere Glaubensrichtungen und so gibt.
Ich denke auch, dass das Kind später auch frei entscheiden kann, wenn es mit einem Glauben aufwächst; war ja bei mir genauso; ich wusste, dass es für mich nicht stimmte, auch wenn der Rest der Familie mit was anderes sagt.
Anyhow; auch ich würde Weihnachten feiern, hat einfach vllt mit anderen Argumenten/Begründungen...
Und wenn das 2. Elternteil anders denken, so muss man sich halt iwie einig werden, wie man diese Ansichten zusammenbringen kann, sodass das Kind von beiden was mitbekommt, auch wenn ich vllt damit nicht einverstanden bin - so sieht das Kind vllt später dann auch dass es kein richtig oder falsch gibt...
Ist dann in Praxis natürlich immer noch einen Tick schwieriger wenn man's umsetzen will...
lg _________________
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RatzenKatze

Anmeldungsdatum: 18.12.2009 Beiträge: 3211
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Verfasst am: 08.09.2011 14:43 Titel: |
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Okay, ich glaub es ist ein Riesenunterschied, ob ich mich mit meinem eigenen Kind darüber unterhalte oder als Lehrerin mit einem Schüler.
Ich selbst bin schon gläubig, bin auch katholisch, wobei ich die Konfession, manchmal sogar die Religion, für eher zweitrangig halte. Mein Freund ist da eher unentschieden, es interessiert ihn auch nicht wirklich.
Ich würde mein Kind nach der Geburt taufen lassen. Katholisch. Trotz Papst, ausschließlich zölibaten männlichen Pfarrern, Missbrauchsvorfällen usw. Ich wurde als Kind getauft und bin heute sehr froh darüber, weil ich dadurch ganz unkompliziert in die Gemeinschaft der Kirche hineingefunden habe (egal ob es nun um Kommunion, Firmung oder die Jugendgruppen ging). Meine Eltern waren recht regelmäßig mit uns in Gottesdiensten und je älter ich wurde, umso mehr habe ich für mich entschieden, was ich davon mitnehme, wo ich hingehe und was ich nicht will.
Viele sagen heute, dass sie ihr Kind später selbst entscheiden lassen wollen. Ich glaube, dass es heutzutage ein größerer (soll auch heißen "schwierigerer") Schritt ist, in eine Glaubensgemeinschaft EINzutreten als aus einer AUSzutreten (okay, abgesehen von den Zeugen Jehovas vielleicht ). Jemand, der heute der katholischen Kirche beitritt, sich gar zum ersten Mal taufen lässt, muss sich sicherlich von vielen fragen lassen "Warum?" "Gerade zu den Katholiken?" "Hattest du irgendein Nahtoderlebnis?".... Jemand, der austritt... naja, ist doch ganz normal heutzutage.
Und so würde ich das meinen Kindern auch vermitteln: Ich habe dich taufen lassen, weil ich es für richtig gehalten habe. Wenn du älter bist, kannst du aber selber entscheiden, ob du Christ sein willst oder lieber nicht. Das ist gar kein Problem.
Dass nicht jeder an Gott glaubt, wird mein Kind relativ schnell mitbekommen, allein schon durch das Umfeld. Da gilt der Grundsatz "Ich GLAUBE das, man kann es nicht WISSEN." _________________ Lasst kastrieren!
Mahnwache |
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Verfasst am: 08.09.2011 15:13 Titel: |
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| RatzenKatze hat Folgendes geschrieben: | | Okay, ich glaub es ist ein Riesenunterschied, ob ich mich mit meinem eigenen Kind darüber unterhalte oder als Lehrerin mit einem Schüler. |
Deswegen frage ich, liebe Ratzenkatze... Sonst müsste ich das eher nicht tun...
@ZeLynn
Mich würde ja interessieren, ob deine Eltern deine Begegnungen mit fremden Kulturen/Religionen extra gefördert haben (und wenn ja, wie?), oder ob die einfach eher ein "zufälliges" "Schmankerl" der vielen Reisen waren?
@Sarah
Ich glaube, ich habe eher das gegenteilige Problem. Ich bin der nüchterne Part, der allerdings sehr viel Wert auf Ethik, Moral und religiöse Kenntnisse legt, aber eben: unabhängig von jeder Religion.
Mein Freund (ich sag das jetzt einfach mal so, ist das gruselig ) ist eher der Typ: kirchl. Trauung muss sein, Taufe muss sein,... womit ich eher ein Problem hätte...
Mein Bruder wurde damals von einem freien Theologen getraut (er ist Religionswissenschaftler, daher etwas "speziell" und hatte genaue Vorstellungen...), die machen ja auch so "Willkommenfeiern" für Kinder. Sowas könnte ich mir auch vorstellen, da kann man ja auch religiöse Aspekte berücksichtigen.
Aber eben, die Frage, was man dem Kind vermittelt, bleibt bestehen...
Andererseits: Vor 20, 30 Jahren haben sich da auch die wenigsten Eltern drüber Gedanken gemacht und die meisten Menschen in dem Alter, sind in der Lage, sich ein eigenes Urteil zu bilden und eigene Schlüsse zu ziehen. Macht man sich da einfach zu viele Gedanken? _________________
♥(Paten)Tante (♂ Mai 2011), Tante (♀ Aug 2011), Nanny (♀ Dez 2009 & ♀ Jul 2007), Forumspatentante (♀ Jan 2012)♥ |
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SarahMargaretha

Anmeldungsdatum: 05.09.2008 Beiträge: 3705
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Verfasst am: 08.09.2011 15:25 Titel: |
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| Minimick hat Folgendes geschrieben: |
@Sarah
Ich glaube, ich habe eher das gegenteilige Problem. Ich bin der nüchterne Part, der allerdings sehr viel Wert auf Ethik, Moral und religiöse Kenntnisse legt, aber eben: unabhängig von jeder Religion.
Mein Freund (ich sag das jetzt einfach mal so, ist das gruselig ) ist eher der Typ: kirchl. Trauung muss sein, Taufe muss sein,... womit ich eher ein Problem hätte...
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Ich auch! Ich will das auf gar keinen Fall, ist mir immer viel zu festgefahren, unpersönlich und altbacken, wenn wir mal wieder auf eine Hochzeit oder Taufe eingeladen sind...man darf ja finde ich ruhig merken, dass das Brautpaar 28 ist und nicht 58
Ich denke ich habe einfach andere "Ansprüche" an eine Religion, wie viele anderen: Ich finde, der Glaube sollte für den Menschen da sein (im Sinne von ihm ein gutes Gefühl geben, sich in sein Leben integrieren usw) und nicht der Mensch für den Glauben (im Sinne von sich unterordnen und strengen Regeln gehorchen usw).
| Minimick hat Folgendes geschrieben: |
Mein Bruder wurde damals von einem freien Theologen getraut (er ist Religionswissenschaftler, daher etwas "speziell" und hatte genaue Vorstellungen...), die machen ja auch so "Willkommenfeiern" für Kinder. Sowas könnte ich mir auch vorstellen, da kann man ja auch religiöse Aspekte berücksichtigen.
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Bei der Hochzeit meiner Schwester war es ähnlich. Wir hatten eine Märchenerzählerin und das ganze fand im Sommer im Garten statt mit Picknickdecken, Gitarrenmusik und Märchen... Anfangs aus einer "Not" geboren, da kein kath. Pfarrer im Umkreis von weiß Gott wie vielen Gemeinden bereit war, im Freien zu trauen, hat es sich als die beste Idee ever herausgestellt: es war einfach wunderschön, vor allem auch auf eine eigene Weise total spirituell, bleibt sicher für das Paar und alle Gäste unvergesslich und hat so gut zu den beiden gepasst! Das ist auch ein Aspekt von dem was ich meinte: ich glaube, wenn eine Religion in der heutigen Zeit noch Chancen haben will zu überleben, sollte sie sich etwas flexibel zeigen und den Menschen und ihrer Individualität anpassen und das können oder wollen die meisten großen Religionen einfach nicht. _________________
ღOSKAR Luzianღ
Grüße an meine Forumspatenkinder Samson und Ivo Leonid! |
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Verfasst am: 08.09.2011 15:29 Titel: |
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| SarahMargaretha hat Folgendes geschrieben: |
Ich auch! Ich will das auf gar keinen Fall, ist mir immer viel zu festgefahren, unpersönlich und altbacken, wenn wir mal wieder auf eine Hochzeit oder Taufe eingeladen sind...man darf ja finde ich ruhig merken, dass das Brautpaar 28 ist und nicht 58
Ich denke ich habe einfach andere "Ansprüche" an eine Religion, wie viele anderen: Ich finde, der Glaube sollte für den Menschen da sein (im Sinne von ihm ein gutes Gefühl geben, sich in sein Leben integrieren usw) und nicht der Mensch für den Glauben (im Sinne von sich unterordnen und strengen Regeln gehorchen usw).
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Das hast du sehr schön gesagt!
Ich war von der freien Theologin meines Bruders (eine Studienfreundin von ihm) auch sehr begeistert. Es war eine sehr emotionale und tolle Hochzeit (ebenfalls im Freien, auf einer großen Wiese mit anschließender Grillparty). Mein anderer Bruder hat auch "ohne Kirche" geheiratet, allerdings nur standesamtlich... Das war eher enttäuschend im Vergleich. _________________
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SarahMargaretha

Anmeldungsdatum: 05.09.2008 Beiträge: 3705
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Ze-Lynn

Anmeldungsdatum: 27.11.2009 Beiträge: 4854 Wohnort: Australien
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Verfasst am: 08.09.2011 18:05 Titel: |
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| Minimick hat Folgendes geschrieben: | @ZeLynn
Mich würde ja interessieren, ob deine Eltern deine Begegnungen mit fremden Kulturen/Religionen extra gefördert haben (und wenn ja, wie?), oder ob die einfach eher ein "zufälliges" "Schmankerl" der vielen Reisen waren? |
Nein ich glaube nicht, dass sie's extra gefördert haben; ich glaube sogar, dass es ihnen gar nicht wirklich bewusst ist, dass ich aus den Reisen religionstechnisch so viel mitgenommen habe; wenn ich alleine mit meiner besten Freundin reise ist es uns auch immer wichtig viel von den Einheimischen und deren Lebensart/Glauben zu erfahren anstatt nur zu erfahren von welchem Kaiser Tempel XY gebaut wurde, wenn du siehst was ich meine. Vorallem Asien hat mich was den Glauben über den Tod/das "Danach" anbelangt sehr geprägt und in den Philippinen zB ist es ganz normal Traditionen aus versch. Religionen zu mischen... Ist schon spannend und mMn auch immer sehr bereichernd, wenn man das Ganze miterlebt und nicht nur liest - dann merkt man sofort obs für einen stimmt oder nicht.
Ich finde ja auch, dass man mit der Presse und so ein recht falsches Bild vom Islam bekommt; ich war schon mehrmals im Arabischen und habe von den verschiedenstens Menschen erfahren, dass es mMn wirklich positive und auch schöne Aspekte dieser Religion ist und dass sie im Grunde genommen auch nichts negatives ist, wenn man's richtig versteht... Ich meine klar, passiert in diesem Raum viel Schreckliches und klar gibt es Extremisten/Terroristen, aber wenn man "behind the curtain" schaut merkt man, dass dies mit der Grundreligion iwie gar nicht mehr soo viel zu tun hat... Nicht dass ich mich konvertieren lassen möchte - um Gottes willen, aber so ein paar Punkte mag ich schon...
lg _________________
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Verfasst am: 08.09.2011 18:07 Titel: |
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Find ich super, dass du da so viel mitnehmen konntest! _________________
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RatzenKatze

Anmeldungsdatum: 18.12.2009 Beiträge: 3211
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Verfasst am: 08.09.2011 18:50 Titel: |
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| Minimick hat Folgendes geschrieben: | | RatzenKatze hat Folgendes geschrieben: | | Okay, ich glaub es ist ein Riesenunterschied, ob ich mich mit meinem eigenen Kind darüber unterhalte oder als Lehrerin mit einem Schüler. |
Deswegen frage ich, liebe Ratzenkatze... Sonst müsste ich das eher nicht tun...
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Ich denke, als Ethiklehrerin an einer Grundschule, mmh, gibt es da nicht irgendwelche Vorgaben, inwieweit die eigenen Vorstellungen in die Unterrichtsgespräche miteinfließen dürfen? Kinder in dem Alter sind ja noch sehr leicht zu beeinflussen, nicht dass Eltern sich dann aufregen, weil man dem Kind was vom Osterhasen erzählt (Scherz!)... Ich würde da wohl recht ausweichend antworten - die einen glauben das, die anderen das.
Wie es bei uns praktisch ablaufen wird, was Kirchenbesuchen etc. angeht, wird sich rausstellen. Im Moment hab ich keine Ahnung. _________________ Lasst kastrieren!
Mahnwache |
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Fräulein Mimi

Anmeldungsdatum: 13.01.2008 Beiträge: 3620
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Verfasst am: 08.09.2011 19:16 Titel: |
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| RatzenKatze hat Folgendes geschrieben: | | Minimick hat Folgendes geschrieben: | | RatzenKatze hat Folgendes geschrieben: | | Okay, ich glaub es ist ein Riesenunterschied, ob ich mich mit meinem eigenen Kind darüber unterhalte oder als Lehrerin mit einem Schüler. |
Deswegen frage ich, liebe Ratzenkatze... Sonst müsste ich das eher nicht tun...
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Ich denke, als Ethiklehrerin an einer Grundschule, mmh, gibt es da nicht irgendwelche Vorgaben, inwieweit die eigenen Vorstellungen in die Unterrichtsgespräche miteinfließen dürfen? Kinder in dem Alter sind ja noch sehr leicht zu beeinflussen, nicht dass Eltern sich dann aufregen, weil man dem Kind was vom Osterhasen erzählt (Scherz!)... Ich würde da wohl recht ausweichend antworten - die einen glauben das, die anderen das.
Wie es bei uns praktisch ablaufen wird, was Kirchenbesuchen etc. angeht, wird sich rausstellen. Im Moment hab ich keine Ahnung. |
Bei uns gehört die 5. Klasse schon zur weiterführenden Schule, in diesem Fall also zum Gymnasium und wir haben nur die Vorgaben, die alle Lehrer haben (sokratischer Eid, etc), dh. unsere eigene Meinung hat im Unterricht offiziell nichts verloren.
Im Ethikunterricht ist das natürlich schon ein wichtiger Punkt, wobei ich meine, dass bei euch im Norden der Ethikunterricht eh anders ist, als bei uns. Hier ist der als Religionsersatzfach eingerichtet und soll eigentlich das moralische/ethische Bewusstsein der Schüler eben unabhängig von "religionsinternen" Begründungen lehren (also das Lieblingsbeispiel hier am Seminar: Man soll nicht töten und zwar nicht, weil es in den 10 Geboten steht, sondern weil mein moralisches Bewusstsein mir das sagt, auf Grund rationaler und emotionaler Überlegungen.) Überspitzt formuliert!!!
Viele Menschen und Kollegen hier im Umfeld glauben übrigens, dass Ethik gleich "Anti-Religion" bedeutet, das ist aber nicht der Fall: Meine Mentorin ist sogar relativ streng katholisch
In der oben kurz angerissenen Diskussion haben wir übrigens geklärt, dass die Kinder alle an unterschiedliche Dinge glauben und dass man nichts davon beweisen kann, im Gegenteil, dass alles irgendwie "richtig" sein kann. Und diese (super tolle) Klasse kam zu folgendem Schluss:
Wir glauben zwar alle an unterschiedliche Dinge, aber es kann sein, dass jeder ein bisschen recht hat. Und das wichtigste ist, dass man an das Gute glaubt, weil der Teufel, Iblis oder Luzifer sonst gewinnt. Und wer ist der Teufel, Ilbis oder Luzifer?
"Das ist doch alles das selbe! Das ist all das, was sich vom Krieg und Streit und Leid und Krankheit ernährt. Das ist egal, wie man das nennt."
*schnief* Kinder bringen manchmal das auf den Punkt, was Erwachsene nicht verstehen.
Übrigens: Wir haben dieses Jahr tatsächlich Ostern mit den Kindern "gefeiert", zumindest gab es Ostereier und die Ostergeschichte wurde behandelt. Das stößt hier auch auf keinen Widerstand, die Kinder kennen die Geschichte, auch die Muslime, im Grunde kamen dann nur 2 Meldungen von Schülern, die sagen: "Frau x, Frau x, bei uns zu hause glauben wir nicht an den Jesus und seine Auferstehung." Aber das wird kurz erklärt und damit hat sich das- wir haben übrigens auch Ramadan und Chanukka "gefeiert" (eben genauso wie Ostern). _________________
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